Donnerstag, 22. Januar 2015

ENGLAND 2014

Hey ihr Lieben,
whow - es ist zu lange her das ich etwas gepostet habe. Aber, neues Jahr - neues Glück. Ich habe die Freude am schreiben wieder gefunden und hoffe ihr seid mir nicht böse, dass ich so lange nichts gepostet habe.

Wie einige von euch vielleicht noch wissen, war ich im letzten Oktober in England. Viele haben gefragt, wie es dort so war und ich wollte euch einige Eindrücke berichten und ein paar Bilder zeigen.

Die Fahrt dorthin war schon mal total schlimm. Allein mit dem Bus waren es 12 Stunden Fahrt und man konnte der Langeweile und Aufregung kaum stand halten.
Angekommen in Oxford haben unsere Gastfamilien auf uns gewartet. Ich war richtig gespannt, wie die so drauf sind, weil man vorher zwei Blätter mit dem Thema "richtiges Verhalten in der Gastfamilie" ausgeteilt hatte, und wir dachten die wären möglicherweise total streng. So war es aber überhaupt nicht! Meine beste Freundin und ich haben total Glück gehabt und sind in eine tolle Gastfamilie gekommen. Sie waren total lieb und herzlich und einfach offen. Wir unterhielten uns oft und wenn man mal was falsches auf Englisch sagte, war das auch gar nicht so schlimm. Sue, unsere Gastmutter, was sogar so lieb und hat uns an einem Abend noch zu einem Supermarkt gefahren, weil wir noch "typisch Englische" Sachen kaufen wollten. (Die Sachen dort sind unseren eigentlich ziemlich ähnlich. Nur gibt es da ganz viel Buttergebäck und Tee.)

Außer in Oxford waren wir noch in London, Stratford und im Wellington College,- und O M G.
Ich war verliebt. Ich war verliebt in das Land, ich war verliebt in die Sprache, die Kultur und die Menschen. Alle waren so höflich. "Bitte, entschuldigung, danke, *Tür aufhalten*, *lächeln*" - bei denen eine Sache der Verständlichkeit. Selbst, wenn ich ausversehen jemanden angerempelt habe, haben die sich bei mir entschuldigt. Das ist zum Beispiel eine Sache, die mir total aufgefallen ist, weil es in Deutschland nicht so ist.
Es ist für die Engländer auch völlig normal, einen kleinen Garten zu haben, wo sie eigenes Gemüse pflanzen. Sue erzählte mir, dass das sehr viele ihrer Freunde tun.

London war amazing! Es gibt da so viel zu sehen und das sollte man auch, nur nicht alles an einem Tag. Wir sind eine sehr lange Strecke zu Fuß gegangen und haben uns sehr viele Sehenswürdigkeiten angeschaut. Ich war überwältigt, denn ich war noch nie in England. London hat einfach so viele Kleinigkeiten : Candy Shops, wo es soooo leckere ( und überteuerte ) Süßigkeiten gibt, einen rießigen M&M Shop, so viele Läden, die es in Deutschland (leider) gar nicht gibt. Ich war echt enttäuscht, als uns die Lehrer sagten, dass wir doch nur für einen Tag dort bleiben. In London muss mal mindestens einmal gewesen sein!





Kommen wir zum Wellington College. Leute,- jetzt ganz im Ernst : Egal wie sehr ihr Schule hasst, ihr würdet diese Schule lieben. Diese Schule ist der wahnsinn! Das zählt in meinen Augen gar nicht mehr als Schule, sondern als eigenes Dorf. Die haben ein eigenes Theater, ein Deutsch-Lern-Zentrum, eine Ballettschule, eine rieeeeesen Kantine mit sooo.. leckerem Essen, eine eigene Kirche, einen eigenen Wald, einen eigenen See, total süße Uniformen,... Wenn ich alles aufzählen müsste, würde ich morgen noch hier sitzten. Ein Mädchen erzählte mir, dass man nur bescheid sagen muss, was man lernen will und man bekommt es zur Verfügung gestellt. Zum Beispiel wollte ein Junge ein seltenes Instrument spielen und die Schule stellte nur für den (anfangs) einen Jungen einen Lehrer ein, der dieses Instrument unterrichtete. Aber - das hat auch seine Kosten. Die Eltern der Schüler, die in dieser Schule/Internat wohnen, zahlen auch ordentlich Geld. Alle Schüler dort sind entweder so hochbegabt, dass sie ein Stipendium bekommen, oder ihre Eltern sind einfach nur reich. Das sieht man ihnen auch an : Als unsere Klasse da war, schauten einige total arrogant und ich hörte ein Mädchen sagen "Oh, du tust mir Leid. Musst wieder die Deutschen rumführen?" - Frechheit.




Im Großen und Ganzen war es aber ein total gelungener Ausflug. Ich würde es gerne wiederholen, jedoch das nächste Mal ohne eine Klasse. Wenn ihr die Chance dazu habt, so eine Art Ausflug zu machen und in einer Gastfamilie zu wohnen, dann zweifelt nicht, ihr werdet es nicht bereuen.

Ich hoffe euch hat der Eintrag gefallen,
Eure Irina

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